Freitag, 13. Februar 2009
Rezept zum Verlieben
Dass sich Hollywood ganz gerne mal an Geschichten des europäischen Filmmarkts vergreift und diese als Remake leicht verdaulich für die eigenen Kinos aufbereitet, hat seit langem Tradition. Doch meist wildern die Story-Jäger eher auf der französischen oder auch mal italienischen Schaffenswiese. Mit „Rezept zum Verlieben“ ist nun auch mal eine deutsche Produktion amerikanisiert worden. Vor sechs Jahren spielte Martina Gedeck die kontrollfreakige und etwas spröde Spitzenköchin Martha in „Bella Martha“. Nun greift Catherine Zeta-Jones als kulinarisches Genie Kate zum Kochlöffel. Kate lebt einzig und allein für ihren Beruf. Sie hat keine Dates und die einzigen Männer, mit denen sie außerhalb ihrer Großküche kommuniziert, sind ihr Therapeut und der nette Nachbar von unten.Als ihre allein erziehende Schwester bei einem Autounfall ums Leben kommt, muss Kate ihre Nichte Zoe bei sich aufnehmen, was ihr Leben völlig aus den Fugen geraten lässt. Zu allem Übel kommt noch hinzu, dass die Kleine nichts von dem Essen mag, das Kate ihr vorsetzt und in der Restaurantküche nimmt der neue Sous-Chef Nick mit seiner Lebensfreude und Leidenschaft für italienische Opern alle für sich ein – außer Kate. Es braucht einige Anläufe, Zoes kindliche Ehrlichkeit und Nicks leckere Pasta bevor die verklemmte Eis-prinzessin ein wenig auftaut. Während „Bella Martha“ noch etwas Tiefgang hatte, ist „Rezept zum Verlieben“ doch sehr zuckersüße romantische Komödie. Die Figuren handeln alle viel zu stereotyp. Zum Glück haben die drei Darsteller, Catherine Zeta-Jones, Aaron Eckart als Nick und Abigail Breslin aus „Little Miss Sunshine“ als Waisenkind Zoe genug Charme und Energie, um „Rezept zum Verlieben“ trotz aller Mängel genießbar zu machen. Erschienen in der Dewezet am 22. September 2007.
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