Sieben Jahre ist es her, dass Brendan Fraser als Indiana Jones des altmodischen Horrorfilms, Rick O’Connell, zum letzten Mal sich mit einem renitenten Untoten rumschlagen musste. Jetzt wird das Franchise zum dritten Mal – wenn man den „Skorpion König“-Ausrutscher mal nicht mitzählen will – wiederbelebt. Doch die Anspielungen auf die alten Mumienfilme aus den Anfängen des Horror-Genres, die „Die Mumie“ so charmant und besonders machten, sind inzwischen völlig verblasst. Stattdessen gilt es nur noch möglichst viele Schauwerte und ordentlich viel Krawumm.Ein Mannfürs GrobeKein Wunder: Ist doch Action-Experte Rob Cohen eher ein Mann fürs Grobe. Der Vorteil ist natürlich, dass diejenigen mit einer niedrigen Ekeltoleranz endlich in Ruhe ihr Popcorn essen können, ohne dass ihnen das Kinofutter im Hals steckenbleibt.Rick O’Connell und seine Frau Evelyn wollten sich eigentlich zur Ruhe setzen, doch da ihr Sohn Alex in der Nähe von Shanghai durch einen blöden Zufall die Mumie des grausamen Drachenkaisers zu neuem Leben erweckt, müssen die beiden erneut auf Untotenjagd gehen.Hilfe bekommt die draufgängerische Familie von der Hexe Zijuan und deren Tochter. Ganz strenggenommen ist der alte Kaiser auch gar keine Mumie. Hat Zijuan ihn doch verflucht in einem Tonmantel eingeschlossen. Des Kaisers Armee hat sie übrigens auch in einen ganzen Terracotta-Park verwandelt, der nun ebenfalls wieder zu Fleisch und Blut werden könnte.Action, Humorund nette StorySicherlich könnte „Die Mumie 3“ trotz riesiger Konkurrenz in diesem Sommer ein Erfolg werden. Die Mischung aus Action, Humor und netter Story ist jedenfalls da. Zumal Evelyn inzwischen von der zwar schönen und überaus talentierten Maria Bello gespielt wird. Aber die spleenige Qualität von Rachel Weisz, die der Figur zuvor eine unheimlich sympathisch-tollpatschige Note gab, kann Bello bei allen Bemühungen einfach nicht ersetzen.Ausschließlich die von Zijuan zu den Waffen gerufene Skelett-Armee hat etwas von dem skurrilen und leicht morbiden Charme seiner Vorgänger und sorgt mit Slapstick-Szenen für ein paar Lacher.
Erschienen in der Dewezet am 9. August 2008.
Freitag, 13. Februar 2009
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